CBD

cannabis with cannabidiol (cbd) extract in a bottle

Cannabidiol: Wundermittel oder Placebo?

CBD ist zurzeit sprichwörtlich in aller Munde und allerlei weitere “Cannabis-Produkte” setzten auf diesen Trend. Dabei möchten wir den Inhaltsstoff Cannabidiol (kurz: CBD) der Hanf-Pflanze (lat. Cannabis sativa) etwas genauer betrachten, da diesem zahlreiche belegte, sowie unbelegte Nutzen für unsere körperliche und geistige Gesundheit zugesprochen werden.

CBD-Öl in einer Flasche
Cannabidiol(CBD)-Tropfen aus Cannabis-Extrakt

Was genau ist CBD?

Es gibt Belege, dass bereits vor über 2500 Jahren der medizinische Einsatz von Hanf gebräuchlich war, als generelle Kulturpflanze für die Herstellung von Kleidung und weiteres Handwerk sogar schon vor 5500 Jahren.
Im Hanf wurden über die Jahre mehr als 80 Chemikalien identifiziert, die als Cannabinoide bekannt sind. Während THC wegen seiner berauschenden Wirkung der wohl bekannteste Wirkstoff im Hanf ist, ist Cannabidiol bis dato noch weniger im Fokus. Dieser wird aus Hanf gewonnen, der nur sehr geringe Mengen THC enthält.
Er wird mittels verschiedener Extraktionsmethoden aus den Hanfblüten und -blättern gewonnen. CBD-haltige Öle sind üblicherweise nicht als Arzneimittel zugelassen, die meisten am Markt befindlichen CBD-haltigen Produkte werden als Nahrungsergänzungsmittel geführt. Dabei sind CBD-Tropfen als ölige Lösung die gebräuchlichste Form, wenn es gezielt gegen bestimmte Symptome oder Leiden eingesetzt werden soll. Es hat jedoch keinen psychoaktiven Effekt. Der für die berauschende Wirkung von Hanf verantwortliche Inhaltsstoff THC ist in dem Öl nicht in nennenswerter Menge enthalten, hierfür gibt es gesetzliche Vorschriften.

Wofür wird CBD angewendet?

CBD-Öl wird üblicherweise in Konzentrationen zwischen 3% und 10% angeboten. Der Einnahme werden zahlreiche positive Effekte zugesprochen, auf die wir an dieser Stelle etwas genauer eingehen möchten.
So wird die Anwendung bei Stress, akuten und chronischen Schmerzen, rheumatischen Erkrankungen, Migräne, Schlafstörungen oder sogar Epilepsie, Angstzuständen und Multipler Sklerose diskutiert. Ebenso ist die Anwendung bei Hautleiden, wie Neurodermitis oder Allergien ein hoffnungsvoller Anwendungsbereich.
Die wissenschaftlichen Untersuchungen sind für die meisten der genannten Anwendungen jedoch noch nicht zahlreich genug, um eine klare Aussage zu treffen.
Weitestgehend gesichert sind die Anwendungen beispielsweise bei Durchschlaf-Störungen. Das Einschlafen wird jedoch nicht signifikant erleichtert. Ebenso wird die Fähigkeit beeinträchtigen, sich an Träume zu erinnern.
Die Gabe von CBD im Falle des Opioid-Entzugs kann in der Lage sein, das Verlangen sowie Angstsymptome zu lindern.
Darüber hinaus wirkt Cannabidiol antipsychotisch und wird bei Sozialphobien und anderen Angststörungen angewendet. Die genauen pharmakologischen Ursachen für diese Effekte sind noch nicht klar.
Die möglichen Nebenwirkungen von Cannabidiol sind Mundtrockenheit, niedriger Blutdruck, Benommenheit oder Schläfrigkeit.

Lassen Sie sich in Ihrer Apotheke zum Thema CBD Öl beraten. Ihr Apotheker klärt Sie auch über mögliche Anwendungsrisiken und Nebenwirkungen auf.

Hinweis:
Es gibt nicht genügend zuverlässige Informationen über die Sicherheit der Einnahme von Cannabidiol in der Schwangerschaft oder Stillzeit. Bleiben Sie in diesem Fall auf der sicheren Seite und vermeiden Sie den Gebrauch vorerst. Ebenso ist die Anwendung bei Kindern vorweg ärztlich und kritisch abzuklären.

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